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Ackerbau

Fruchtbare Böden

Das gute Klima, Verarbeitungsbetriebe in der Nähe und Ackerböden von bester Qualität machen im Aargau eine vielfältige und qualitativ hochstehende Pflanzenbauproduktion möglich. Unser Kanton hat dreimal mehr ackerfähige Böden als der Schweizer Durchschnitt.

Die wichtigste Ackerkultur ist das Getreide. Auf gut einem Viertel der landwirtschaftlichen Nutzfläche wächst Getreide. Aargauer Bauern säen und ernten auf 8'200 Hektaren Brotgetreide wie Weizen, Roggen und Dinkel. Zusätzlich werden auf 6'300 Hektaren Futtergetreide wie Gerste, Triticale (eine Kreuzung zwischen Weizen und Roggen) angebaut. Der Brotweizen ist klar die Num­mer eins unter den Getreidearten. Brotgetreide wird zur menschlichen Ernährung angebaut und Futtergetreide dient als Ergänzungsfuttermittel in der Tierfütterung. Futtergetreide hat einen tiefen Proteingehalt und somit eine schlechtere Backfähigkeit als Brotgetreide. 

Getreide wird nicht nur gegessen, sondern auch getrunken (Bier, Whisky, Malzkaffee). Im weiteren liefert Getreide als Nebenprodukt Stroh. Dieses wird als Einstreu bei den Bauernhoftieren. In manchen Fällen können auch wir beim Angebot «Schlafen im Stroh», ein warmes Strohbett geniessen. 

Die leuchtend gelben Rapsfelder

Rapsfelder blühen im Frühling leuchtend gelb. Nach der Blüte bilden sich die Schoten und darin reifen die schwarzen Körner heran. Aus diesen Körnern wird anschliessend Öl gepresst, welches zu Speiseöl oder zu Treibstoff verarbeitet wird.

Zuckerrübe – Süsse aus der Natur

Die Rübenpflanzerinnen und -pflanzer säen die Zuckerrüben von Mitte März bis Mitte April aus. Die Anbaufläche im Aargau beträgt rund 1'200 Hektaren. Die Rübenernte mit Vollerntemaschinen beginnt Ende September. Die Zuckerrüben werden zunächst am Feldrand zwischengelagert. Wer im Herbst einen Spaziergang auf Feldwegen unternimmt, sieht in den Anbaugebieten zahlreiche solcher Rübenhaufen. Die Zuckerrüben werden in die Zuckerfabriken Aarberg oder Frauenfeld transportiert und dort verarbeitet. Für ein Kilo Zucker braucht es etwa acht Zuckerrüben. Bei der nachhaltigen Zuckergewinnung entstehen nebst dem Zucker wertvolle Rohstoffe wie Viehfutter, Biogas und natürliche Düngemittel. 

Die Wunderknolle

Kartoffeln sind unglaublich vielseitig. Als Chips, Pommes, Gschwellti oder Gratin, es gibt tausende von Zubereitungsarten. Pro Kopf und Jahr werden in der Schweiz deutlich mehr als 40 Kilo Kartoffeln gegessen. Da können selbst Teigwaren oder Reis nicht mithalten. Die Anbaufläche im Aargau beträgt etwa 700 Hektaren.

Sonnenblumen – schön und nützlich

Immer öfters sieht man die gelb blühenden Blumen auf den Feldern. Die Sonnenblume dient nicht nur einem schönem Landschaftsbild, aus ihren Kernen kann wertvolles Öl gepresst werden. Sonnenblumen werden im Frühjahr gesät und im Herbst, wenn die Tage kürzer werden, geerntet. 

Energiebombe Mais

Mais wird vor allem zur tierischen Ernährung angebaut. In der Rindviehhaltung ist Mais als Futtermittel nicht mehr wegzudenken. Durch seinen hohen Energiegehalt wird Mais bei den Mastrindern und den Milchkühen eingesetzt. Mais kann siliert und auch gedroschen werden. Beim Silieren wird die ganze Pflanze, meist noch im grünen Zustand, gehäckselt. Beim Dreschen werden nur die Maiskolben, also die Maiskörner, geerntet. Die Restpflanze bleibt somit auf dem Feld liegen und dient als Dünger für die nächste Kultur. 

Nebst dem Mais für die Tierfütterung im Aargau auch Mais zur menschlichen Ernährung angebaut. Obwohl Zuckermais aus der Familie der Süssgräser stammt, ähnelt er in der Verwendung eher dem Gemüse, weshalb er in diese Kategorie fällt. Die süssen Kolben vom Zuckermais landen hauptsächlich während der Grillsaison auf dem Teller von Herr und Frau Schweizer.