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Gemüsebau

Im Aargau unabdingbar

Im Aargau werden rund 2‘500 Hektaren Gemüse pro Jahr angebaut. Er gehört damit zu den wichtigsten Gemüsebaukantonen. Im Vergleich zur gesamten Schweiz bauen die Aargauer Bauernfamilien rund 80 Prozent des Zuckermaises an.

Der Kanton Aargau ist das Wasserschloss der Schweiz. Rund 3000 Kilometer Gewässer durchfliessen den Kanton. Was die wenigsten wissen: Im fruchtbaren Schwemmland, direkt vor den Türen der 680'000 Konsumenten, wird hochwertiges und schmackhaftes Gemüse für eine gesunde Ernährung produziert. Der Kanton Aargau ist der zweitgrösste Gemüsebaukanton der Schweiz und präsentiert sich äusserst vielseitig.

Vor rund 80 Jahren hat der professionelle Gemüsebau in Birmenstorf seinen Anfang gefunden. Seither erfolgte kontinuierlich eine Anpassung an die Bedürfnisse der Konsumenten und des Marktes. Vom Wochenmarktfahrer mit vielen kleinflächigen angebauten Produkten, zum Verarbeitungs- und Lagergemüseproduzenten bis zum hochspezialisierten Gewächshausbetrieb, der nur wenige Produkte anbaut, findet man im Kanton Aargau jede Betriebsform. Die Gemüsebranche ist dem Markt direkt ausgesetzt und daher durch eine starke Dynamik geprägt. Die Aargauer Gemüseproduzenten behaupten sich seit Generationen am Markt, dank einem ausgeprägten, unternehmerischem Flair, hoher Risikobereitschaft, maximaler Innovationskraft aber primär durch eine nachhaltige Bewirtschaftungsstrategie. Nur so ist es möglich, langfristig den stets steigenden Anforderungen an den Markt und die Umwelt erfolgreich zu begegnen.

Ressourcenschonung durch neue Technologien

Als technologieaffiner Branchenzweig der Landwirtschaft sind die Gemüseproduzenten stets bestrebt, mit neuesten Erkenntnissen aus Forschung und Entwicklung ressourcenschonende Strategien zu entwickeln, um die sehr hohen Qualitätsanforderungen des Handels an die Produkte zu erfüllen.

Mulchfolie schützt vor Unkraut

Salatsetzlinge werden direkt in biologisch abbaubare Mulchfolie gesetzt. Diese schützt den Boden vor Verlust von Feuchtigkeit und Wärme und verhindert das Unkrautwachstum. Deshalb kann hier auf Herbizide verzichtet werden. Es gibt aber immer noch zahlreiche Gemüsekulturen in denen ohne mühseliges und aufwändiges Jäten von Hand die Unkräuter überhand nehmen würden. Durch diese Handarbeiten, meistens von saisonalen Arbeitskräften, kann auf Pestizide verzichtet werden. Immer mehr hält aber auch die neuen Technologien Einhalt im Gemüsebau, es gibt Roboter welche einen Teil dieser sehr aufwändigen und mühsamen Arbeit übernehmen. 

Organisches Material mit Kompost

Die Felder werden regelmässig mit organischem Material in Form von Kompost versorgt. Das führt zu einer besseren Bodenstruktur und zu mehr nützlichen Mikroorganismen. Der Boden kann Nährstoffe und Feuchtigkeit besser speichern. Zudem werden die Ernterückstände von Vorkulturen wieder in den Boden eingearbeitet somit kann der Humusanteil im Boden erhalten werden. 

Regenwasser für Bewässerung

Wasser ist im Gemüsebau ein zentraler Produktionsfaktor der Qualitäts- und Ertragssicherheit verspricht. Für die Bewässerung wird Wasser aus den Oberflächengewässern (Flüsse, Bäche, etc.), dem Leitungsnetz aber auch Regenwasser eingesetzt. Regenwasser von den Dächern der Gewächshäuser und der Betriebsgebäude wird in einem Teich gesammelt und bei Bedarf zur Bewässerung eingesetzt. So werden vor allem im Sommer die oft knappen Wasserressourcen geschont.

Folienhäuser ohne Beheizung

In Folienhäusern wird ganz bewusst auf eine Heizung verzichtet. Die Kulturen profitieren dort von der natürlichen Sonnenwärme die über den Treibhauseffekt entsteht. Die Glashäuser sind klimatechnologisch hochentwickelt und energetisch optimiert damit möglichst wenig Heizenergie eingesetzt werden muss. Mittelfristig werden die Gewächshäuser fossilfrei beheizt um die Umweltbilanz der Gewächshausproduktion weiter zu verbessern.

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Fakten zum Aargauer Gemüsebau
  • Der Aargau ist mit 2‘500 Hektaren Gemüseanbaufläche der zweitgrösste Gemüsebaukanton der Schweiz.
  • Im Verarbeitungsgemüsesektor ist der Kanton Aargau schweizweit führend. Aargauer Anteil an der gesamtschweizerischen Anbaufläche: Zuckermais: 79 Prozent, Bohnen: 43 Prozent, Erbsen: 39 Prozent, Spinat: 15 Prozent
  • Rund 400 Landwirtschaftsbetriebe, davon ca. 30 grössere Gemüsebaubetriebe
  • Die fünf wichtigsten Kulturen im Aargau: Karotten, Zuckermais, Zwiebeln, Nüsslisalat, Kopfsalat