Kühe

Milch und Fleisch in höchster Qualität

Von hell- über dunkelbraun bis zu schwarz-weiss: Unsere Rindviehrassen könnten unterschiedlicher nicht sein. Doch eines haben sie gemein: Sie liefern Milch und Fleisch in höchster Qualität. In der Landwirtschaft wird zwischen Milchkuh und Mutterkuh unterschieden.

Milchkühe

Im Aargau können von der landwirtschaftlichen Nutzfläche 33'000 Hektaren nur als Wiesen oder Weide genutzt werden. Das ist ein Viertel der Kantonsfläche. Die Milchkühe geben dank der guten Futtergrundlage viel Milch. Eine durchschnittliche Kuh produziert rund 24 Kilo Milch pro Tag. Um diese Milchmenge zu produzieren frisst sie täglich 100 Kilo Gras oder 20 Kilo Heu und trinkt gegen 100 Liter Wasser.

Viele Milchkühe der rund 1'300 Milchviehbetriebe im Aargau holen sich das Futter direkt auf der Weide oder fressen Dürrfutter, Gras- und Maissilage. Diese für den Menschen nicht verwertbaren Pflanzen werden durch die Kuh verdaut und die Nährstoffe werden in das hochwertige Lebensmittel Milch verwandelt.

Zu den drei Hauptrassen gehören die rot gefleckten Red Holstein, die schwarz gefleckten Holstein und die braunen Brown Swiss. Sie gehören zu den Spitzenreitern in Sachen Milchproduktion.

Das steckt in 1dl Milch

  • 87.2 g Wasser – Macht fit zum Denken und schützt vor Müdigkeit, Durstlöscher
  • 4.9 g Milchzucker – Energie für eine gute Leistungsfähigkeit
  • 3.9 g Milchfett – Fettsäuren für die Gehirn- und Muskelzellen
  • 3.2 g Milcheiweiss – Baustoffe für das Wachstum
  • 0.8 g Vitamine und Mineralstoffe – zum Beispiel Kalzium und Vitamin D

95 Prozent der im Aargau produzierten Milch werden in der Mittelland Molkerei Suhr verarbeitet.

Maststiere

In der Milchviehhaltung entstehen neben den weiblichen Kälbern, welche für die Remontierung des eigenen Kuhbestandes benötigt werden, auch männliche Stierenkälber. Nach fünf bis sechs Wochen werden die Stierenkälber beim Milchviehbetrieb abgeholt und zu spezialisierten Mastbetrieben gebracht. Dort werden die Kälber aufgezogen und in tierfreundlichen Laufställen ausgemästet. Nach rund zwölf bis 18 Monaten erreichen die Maststiere ein Lebendgewicht von 500 Kilo und sind schlachtreif. Im Aargau wird viel Silomais angebaut. Die energiereiche Maissilage ist das Hauptfuttermittel für Maststiere. Deshalb gibt es im Aargau überdurchschnittlich viele Stiermastbetriebe.

Mutterkühe

In der Mutterkuhhaltung verbringen die Kälber ihr Leben zusammen mit ihren Müttern. Die Kuh produziert hauptsächlich aus frischem Gras und Graskonserven Milch, welche das Kalb direkt ab dem Euter der Mutter trinkt.

Mutterkühe sind Fleischrassen mit einem muskulösen Körper. Zu den Fleischrassen gehören beispielsweise Angus- oder Limousinkühe. Sie geben weniger Milch wie eine Milchkuh und haben darum auch weniger Euterkrankheiten. Sie sind also pflegeleichter als eine Milchkuh.

Mutterkühe haben einen besonders ausgeprägten Mutterinstinkt. Daher sollten Spaziergänger die Kuhweiden auf keinen Fall betreten. Sonst kann es zu schweren Unfällen kommen. Denn die Kühe beschützen ihre Kälber vor möglichen Feinden.

Umweltgerechte Produktion, kurze Transportwege, vielfältige Produkte

Die Aargauer Bauern sind mit der Milch- und Fleischproduktion täglich gefordert. Der Futterbau ist abhängig von den Launen der Natur. Gesunde, glückliche Kühe brauchen gutes und sauberes Futter. Am Markt stehen die Produzenten in der direkten Konkurrenz mit ihren Kollegen jenseits der Grenze. Durch den Kauf von Schweizer Milch- und Fleischprodukten kannst du einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung von bäuerlichen Familienbetrieben leisten.

Gut zu Wissen
  • 87 Prozent der Schweizer Kühe verbringen von Mai bis Oktober 26 Tage pro Monat im Freien.
  • Milchprodukte mit dem «swissmilk green»-Logo sind zu 100 Prozent frei von Palmöl und Palmfett.
  • 92 Prozent des Futters der Schweizer Kühe stammen aus inländischer Produktion. Davon sind 86 Prozent Raufutter.
  • Das Grasland Schweiz eignet sich perfekt für Milchwirtschaft. Denn 70 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche sind Grasland.
  • In der kleinen Schweiz sind die Transportwege im Vergleich zum Ausland sehr kurz. Daher sind in den Regalen regionale Produkte garantiert.
  • Mit der Auszeichnung «swissmilk green» darf das für die Fütterung verwendete Soja nur aus nachhaltiger Produktion stammen.

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