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Energie

Kraftwerk Bauernhof

Die Menschheit lebt auf zu grossem Fuss und verbraucht zu viel Energie und natürliche Ressourcen. Mit Biogas aus Gülle und Mist, Strom und Wärme von Solarzellen auf dem Scheunendach oder mit Holzenergie – auch die Landwirtschaft setzt auf erneuerbare Energie.

Landwirtschaft und Energie sind seit eh und je eng miteinander verbunden. Am Anfang steht die Sonne: Ohne ihre Wärme und ihr Licht wäre die Welt ein lebloser Planet. Die Pflanzen können die Sonnenstrahlen mit der Photosynthese in Energie umwandeln. Auf den Äckern wachsen in den Nahrungsmitteln die Kalorien heran, die wir Menschen zum Leben brauchen. Tiere fressen das Gras von den Wiesen und scheiden Nährstoffe wieder aus. Diese dienen wiederum als Dünger für die Pflanzen und der natürliche Kreislauf auf dem Bauernhof schliesst sich. 

Die Welt hat sich in den letzten hundert Jahren aber stark verändert: Die Bevölkerung in der Schweiz hat sich mehr als verdoppelt, die wirtschaftliche Entwicklung und Industrialisierung hat vielen Leuten zu mehr Wohlstand verholfen. Neue Technologien und vor allem die Verwendung von fossilen Energieträgern wie Erdöl oder Gas machte diese Entwicklung überhaupt erst möglich. Auch in der Landwirtschaft. Die Bauern streuen heute leistungsfähige Mineraldünger, fahren Traktoren und können das Land effizienter bewirtschaften. Sie produzieren viel mehr Lebensmittel mit weniger körperlichem Aufwand.

Teil des Problems

Die Kehrseite der Medaille: Die Menschheit lebt auf zu grossem Fuss und verbraucht zu viel Energie und natürliche Ressourcen. Durch das Verbrennen von fossilen Energien entweicht zu viel Kohlendioxid in die Atmosphäre und führt zum Treibhauseffekt. Experten rechnen deshalb mit Klimaänderungen, die schwere Folgen für das künftige Leben auf der Erde haben könnten. Für die Landwirtschaft könnte das bedeuten: Extremere Wetterphasen, weniger Wasser und dadurch auch tiefere Erträge oder gar Ernteausfälle. Doch die Schweizer Landwirtschaft ist nicht nur Opfer sondern auch Verursacherin: Ihr Anteil an den gesamten Treibhausgas-Emissionen im Inland beträgt laut Bundesamt für Statistik rund 13 Prozent. 

Teil der Lösung

Auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit und zur Erreichung der von der Politik gesteckten Klimaziele spielen erneuerbare Energien eine Schlüsselrolle. Die Schweizer Landwirtschaft leistet für die angestrebte Energiewende bereits heute einen bedeutenden Beitrag: Mit Biogas aus Gülle und Mist, Strom und Wärme von Solarzellen auf dem Scheunendach oder mit Holzenergie beispielsweise. Energie sparen ist ein weiterer Lösungsansatz: Bauern wollen künftig Energie effizienter nutzen. Mit der Verwendung von besseren Geräten, der Isolation von Gebäuden, der Rückgewinnung von Wärme beispielsweise bei der Milchproduktion aber auch mit klimaschonenden Bodenbearbeitungsmethoden.

Quelle: Landwirtschaftlicher Informationsdienst LID

in Planung

So können Sie Ihren Beitrag leisten:
  • Ich kaufe regionale Lebensmittel ein und profitiere so von kurzen Transportwegen.
  • Ich achte beim Kauf von Lebensmitteln auf die Saison und verzichte auf Produkte, die ausserhalb der klimatisch geeigneten Anbauzeit mit hohem Energieaufwand oder in fernen Ländern produziert werden.
  • Ich kaufe Ökostrom direkt auf dem Bauernhof ein und leiste so einen Beitrag zur umweltfreundlichen Stromproduktion.
  • Ich kaufe bedarfsgerecht ein und vermeide dadurch das Wegwerfen von Nahrungsmitteln (Foodwaste).
  • Ich verbringe meine Ferien in der Schweiz – beispielsweise auf einem Bauernhof – und verzichte auf Flüge, die besonders klimaschädlich sind.
  • Ich baue in meinem Haus eine Holzheizung ein und nutze Holzschnitzel, Pellets oder Stückholz aus dem Schweizer Wald.
  • Ich kompensiere meinen CO2-Ausstoss, den ich beispielsweise beim Autofahren verursache, mit CO2-Reduktionsbescheinigungen von Schweizer Biogasanlagen.

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